Warum leiden viele Menschen, auch Christen, unter Angst?

Wir leben in einer Welt, die sich immer schneller verändert, schon allein durch die neuen Medien.

Am Arbeitsplatz erreichen uns Unmengen von wichtigen und unwichtigen E-Mails. Vorgesetzte, Kollegen, Kunden erwarten sofort eine Antwort. Die ständige Erreichbarkeit, auch Privat über WhatsApp, verursacht bei vielen Menschen einen inneren Druck, sofort reagieren zu müssen, da es auch häufig von Freunden, Familie etc. erwartet wird.

 

Auch das Familienleben hat sich verändert

Der Leistungsdruck in der Schule wird immer stärker, Eltern haben viel aus der Schule aufzufangen, immer öfter gehen beide Elternteile arbeiten. I.d.R. hat die Frau eine enorme Doppelbelastung: Beruf und Familie gut zusammenzubringen. Hinzu kommen evtl. noch finanzielle Nöte, die Ehekrise, sonstige Schicksalsschläge … .

Im Laufe der Zeit entsteht bei vielen Menschen, auch bei Christen, Angst diesem Druck nicht mehr standhalten zu können, vielleicht sogar Existenzangst.

 

Wie reagieren die meisten Menschen darauf?

Es gibt hier unterschiedliche Möglichkeiten, ich möchte hier lediglich 2 nennen:

1. Die einen versuchen, das von ihnen erwartete, durch mehr Leistung zu kompensieren, das geht zulasten der eigenen Achtsamkeit, des Ehepartner, der Kinder, Kollegen, Freunde. Die Menschen werden immer unzufriedener, energieloser, da der Ausgleich, Freizeitgestaltung, harmonisches Familienleben ausbleiben. Oft geht dies einher mit einer Erkrankung, wie Depression, Burnout. Manch einer fällt in Süchte, wie Alkoholismus, Tablettenabhängigkeit, Nikotinsucht.

2. Die anderen resignieren recht schnell, sie geben auf. Denn der Berg, der vor ihnen liegt, scheint für sie nicht zu bewältigen. Es entsteht Unzufriedenheit, Minderwertigkeit wird verstärkt. Der bisherige Job macht keine Freude mehr, eine innere Kündigung ist vielleicht schon erfolgt. Hier findet man sich in einer Opferrolle wieder. Dies zu erkennen ist das Wichtigste, denn dann können sich die Personen anderen Menschen anvertrauen und Hilfe annehmen.

 

Wie kommt die Person aus dieser Tretmühle wieder heraus?

Zuerst ist es sehr wichtig, dass die Person erkennt, wie sie auf diese Situation reagiert. Vielleicht darf auch eine Person ihres Vertrauens ihren Eindruck an diese Person weitergeben. So kommt man in Kommunikation und kann auch die Wahrnehmung des anderen mal in aller Ruhe überdenken. Erfahrungsgemäß stecken dahinter oftmals alte Sätze aus der Kindheit, die auch noch als Erwachsenen einen prägen.

 

Was geht im Unterbewusstsein vor?

Sie können es sich so vorstellen, dass ein Computerprogramm in Ihrem Unterbewusstsein mit all den Sätzen, die von irgendwelchen Autoritätspersonen oder auch anderen wichtigen Menschen, jemals in Ihrem Leben gesprochen worden sind, abläuft. Dies betrifft vor allem die Kindheit. In der weltlichen Therapie werden mit dem Patienten neue Verhaltensweisen eintrainiert. Das Problem ist aber, dass die eigentliche Wurzel nicht entfernt wurde, diese Sätze also weiterhin jederzeit aktiv werden können.

 

Wie ich gerne mit meinen Kunden arbeite:

Da ich sehr gerne mit den christlichen Elementen der Buße, Vergebung, Brechen von Generationsflüchen, dem wunderbaren Kreuz arbeite, erlebe ich immer wieder, wie Menschen von diesen negativen Wurzel freigesetzt werden. Sie müssen sich dann nicht mehr selbst anstrengen in bestimmten Situationen anders zu reagieren, da das Alte schließlich weg ist und etwas Neues am Entstehen ist.

 

Ihre Regina Beigel